Sonntag, 17. August 2014

18# Rezension: The Melancholy of Mechagirl

Bildquelle: Amazon.de
— The Melancholy of Mechagirl
— Catherynne M. Valente
— 219 Seiten
— ISBN 1421556138
— Poesie, Fantasy, Sci-Fi, Kurzgeschichten
 Gelesen in Englisch
Inhalt: Videospiele die niemand spielen kann, die dennoch existieren und es dir nach mehr verlangt, eine Papierlaterne die sich Hals über Kopf verliebt, Träume von eigenartigen Maschinen und die Tragik, die sich hinter Mechagirl verbirgt.




Meinung: Bekam dieses wunderbare Geschenk zum Geburtstag, danke liebe Ric!

Da ich einige Geschichten schon kannte, hatte ich es zwar schnell durch, aber hey, wer kann von Valente schon genug bekommen? Der Re-Read-Wert ist enorm. Denn dieses Buch ist eine Sammlung diverser Novellen, Prosas und Gedichten der Autorin, die alle einen gewissen Bezug auf Japan und dessen Kultur nehmen. Dabei variieren sie im Genre. Bewegen sich aber in der Regel im Bereich Sci-Fi und Fantasy. 

Wobei man wirklich anmerken muss, das Valente es irgendwie geschafft hat, ihre ganz eigenen Interpretationen der beiden Genre zu schaffen. Wer Bücher wie die der Fairyland Reihe oder Deathless bereits kennt, der weiß dass man sie schlecht mit gängigen Sachen vergleichen kann. Also, auch wer jetzt denkt "eehh, Sci-Fi? Das ist doch so Technikgedöhns..." der sollte sich nicht abschrecken lassen. 

Catherynne M. Valente lebte selbst als Kind ein paar Jahre in Japan, nämlich als ihr Vater für einige Zeit dort stationiert war. Dadurch merkt man ihr an, dass sie diese Kultur selbst erfahren hat, woher ihre Faszination zu den Unterschieden westlicher Kulturen her stammt und das sie nicht einfach nur ein Abziehbildchen Japans schafft. Ihre Anspielungen sind oft nur dezent und können nur mit fundiertem Wissen über asiatische Sagen und Mythen verstanden werden. Was dem Genuss aber nichts abtut. Sie legt es nicht darauf an, dass wir solche Dinge wissen. Sie arbeitet einfach nicht mit den Bildern über Japan, mit denen man hier gerne arbeitet um uns verständlich zu machen, dass es sich in den Büchern über dieses oder jenes asiatische Land handelt.

Ebenso ist das sprachliche Niveau sehr hoch, die Autorin ist nicht nur Schreiberin von Romanen, einige ihrer Kurzgeschichten sind viel mehr Gedichte in Romanform. Zumal auch "richtige" Gedichte enthalten sind.

Manchmal können ihre Geschichten dadurch aber leider auch verwirren, an einigen Stellen musste ich genauer lesen oder stellte plötzlich fest, ich bin irgendwo hängen geblieben und bekomme nicht mehr mit was nun geschah. Man muss einfach immer am Ball bleiben und darf beim Lesen nicht abschweifen. Was bei einigen Büchern weniger schlimm ist, kann hier dazu führen, das man einen wichtigen Satz überliest. Es kann sich dann auch mal als ein zu großes Hirnfutter entpuppen.

Nun gut, auf die einzelnen Geschichten selbst möchte ich jetzt gar nicht all zu sehr eingehen, das würde nur den Blogpost sprengen.
Kann euch dieses Buch eigentlich nur sehr ans Herz legen, ganz egal ob ihr euch für Japan interessiert oder nicht. Es ist ja kein Buch direkt über Japan, sondern die Geschichten sind dort angesiedelt oder angelehnt, mal mehr und mal weniger.

Die Inhalte sind unterschiedlich lang, insgesamt 13 Kurzgeschichten sind auf den 219 Seiten enthalten und lassen sich entspannt an dem ein oder anderen Nachmittag zur Abwechslung lesen.

Anmerkung: Einige der beinhalteten Geschichten könnt ihr auch online auf der Seite des Clarkesworld Magazines nachlesen oder euch dort als Audio kostenlos herunterladen: Fade to White und Silently and Very Fast.


 Punkte 5 | 5 

Kommentare:

  1. das klingt sehr interssant und nach einem ganz besonderen Buch. Merke ich mir

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    1. Sie thematisiert sehr oft Japan und generell Mythen :) Es gibt noch anderes Buch von ihr zu diesem Thema, was ich gerne lesen möchte - "Yume No Hon: The Book of Dreams" oder aber auch "The Grass-Cutting Sword".

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  2. An dem Buch bleibe ich jedes Mal hängen, wenn ich es im Internet sehe ... Das Cover ist eines der schönsten, die ich je gesehen habe, und die Beschreibung klingt recht kurios, was mich eigentlich immer anspricht. Wenn ich endlich mal ihre Fairylandreihe gelesen & für gut befunden habe, wird Mechagirl sicherlich auch irgendwann den Weg in meinen Warenkorb finden. Deine Rezension hat mir das Buch auf jeden Fall nochmal schmackhafter gemacht. Japan finde ich generell faszinierend, und die Tatsache, dass Valente sich nicht auf Japan-Klischees beruft, sondern auf asiatische Sagen, klingt sehr interessant!

    Bei Foyles gibt es übrigens gerade den dritten Teil der Fairyland-Reihe signiert. Kostet aber fürs Taschenbuch inkl. Versand 15 Euro und es steht nicht dabei, ob es die Ausgabe mit der Verschnörkelung am Rand ist. Deiner Sidebar nach zu urteilen, kommt die Info aber wohl ein bisschen zu spät ... :(

    http://www.foyles.co.uk/witem/childrens/the-girl-who-soared-over-fairyland,catherynne-m-valente-xsignf1339

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    1. mechagirl ist irgendwie gar nicht so vergleichbar mit fairyland :D mit den fairyland-büchern wurde ihr stil viel kommerzieller (was sich aber nicht negativ auswirkt).

      ooohh, mit signatur? muss ich mir mal näher anschauen, danke!
      hatte meine edition vorbestellt und sie kam vor einer woche endlich hier an :)

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  3. Normalerweise habe ich es nicht so mit Kurzgeschichten, aber bei Valente... und Japan finde ich ebenfalls sehr lockend! Wie liest sich eigentlich Teil 3 der Fairylandbücher? :)

    Liebe Grüße,
    Bramble

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  4. Mechagirl ist echt empfehlenswert :) An sich bin ich auch kein Kurzgeschichten-Typ.

    Jap, habe den dritten gerade fertig und kann das vierte Buch eigentlich gar nicht länger abwarten :D haha. Es nimmt so tolle Wendungen!

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  5. Durchstöbere gerade deine Rezensionen, nachdem ich nun "Vicious" und "The Archived" gelesen hatte, habe ich schon richtig Lust auf diese beiden Bücher bekommen xD
    Aber dieses Buch klingt einfach nur richtig toll!
    Alleine schon das Cover ist einfach mal unglaublich schön geworden!
    Werde mir auf jeden Fall die beiden Kurzgeschichten, die du verlinkt hast, durchlesen :)

    Liebe Grüße
    Kücki ♥

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    1. Kann dir die Autorin generell wärmstens ans Herz legen :) Sie nutzt zwar ein sehr anspruchsvolles Englisch, aber steigt man da erst einmal dahinter, dann öffnet sich einem eine wunderbare Welt voller Mythen und Fabelwesen. Die möchte man gar nicht mehr verlassen! :D

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